Kaufuntersuchungen


Pferdekauf ist Vertrauenssache. Um sich abzusichern kann sowohl der Verkäufer, wie auch der Käufer eine Kaufuntersuchung beauftragen. Der Tierarzt tritt in diesem Fall als unabhängiger Gutachter auf und stellt den Gesundheitsszustand des Pferdes zum Zeitpunkt der Untersuchung fest.

Die klinische Kaufuntersuchung umfasst neben einer vollständigen Allgemeinuntersuchung, eine ophtalmoskopische Untersuchung der Augen, eine Herz-Kreislauf-Untesuchung vor und nach Belastung, eine orthopädische Untersuchung, inklusive Provokationsproben sowie eine Kontrolle der Biomechanik.

Zusätzlich zur klinischen Kaufuntersuchung können bildgebende Verfahren, wie zum Beispiel Röntgenuntersuchungen durchgeführt werden. Der Standardumfang sind hier 18 Bilder. Vier seitliche Aufnahmen der Hufgelenke und Fesselgelenke, zwei Oxspringaufnahmen der Vorderzehen und vier Aufnahmen der Sprunggelenke, sowie 2 Ebenen der Knie. 

Wieterhin können im Rahmen einer Kaufuntersuchung, je nach Fragestellung  Spezialaufnahmen der Gliedmaßen, Röntgenaufnahmen der Vorderfußwurzelgelenke der Ellenbogengelenke, der Schultergelenke, der Halswirbel, der Dornfortsätze der Rückenwirbel, der Kieferknochen und des Schädels angefertigt werden. 

Kehlkopf eines Pferdes mit Laryngitis
Kehlkopf eines Pferdes mit Laryngitis

Ebenfalls abhängig von der Fragestellung können Endoskopien der Atemwege und der Gebärmutter, sowie Ultraschalluntersuchungen des Urogenitaltraktes und des Bewegungsapparates durchgeführt werden.

Schlussendlich soll der Gesundheitszustand des Tieres festgestellt werden. Sind klinisch keine Hinweise auf eine erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen gegeben und das Pferd nach Röntgenkatalog von 2018 beurteilt, ist diese Untersuchung Grundlage für die Entscheidungsfindung für Käufer und/oder Verkäufer.